ClubTechnik

Leo 2 – Stripped down

Es war nicht nur vom Schlechten, dieses Corona. Es hatte auch Vorteile! Zum Beispiel, dass Marc auf Kurzarbeit gesetzt wurde. Schon bald war ihm langweilig zuhause. Und ich wollte das Projekt Leo 2 nun konkret angehen. Eine klassische Win-Win Situation. 🙂

Mein Plan: Erstmal das Chassis freilegen, durchgehen und bei Bedarf revidieren, schliesslich aufhübschen und wieder zusammenbauen. Marc hat sofort zugesagt, mir bei den zuerst anstehenden, grössten Arbeiten zu helfen. Danke Marc!

Ende Februar gings richtig zur Sache. In einem Tag hatten wir den Motor draussen. Ein weiterer Tag und das Chassis und das Häuschen waren getrennt. Das gelbe Häuschen haben wir zur Seite gestellt. Ich habe keine Verwendung mehr dafür. Beim Chassis allerdings demontierte ich, mittlerweilen alleine, die Federtöpfe, das hintere Kardan mit der Welle und alle weiteren Anbauteile bis auf die Achsen. Diese sind schon von Christoph revidiert worden. Er hatte auch die vorderen Halbwellen ersetzt.

Darauf gingen die Kardanwelle mit dem Kardan zum auswuchten, die Federtöpfe wurden inspiziert und gereinigt. Die hinteren Scheibenbremsen hat Maurice revidiert. Beim Chassis habe ich die alte Farbe weggeschliffen, sie hatte sich zum Teil von dem verzinkten Untergrund gelöst. Ein ästhetischer Makel, der mich störte. Und eine GROOOOOSSE Arbeit.

Man glaubt es anfangs nicht, man zweifelt und sieht kein Ende. Aber irgendwann ist wirklich fertig geputzt und dann folgt die Remontage. Mit Hilfe meiner benachbarten Garagiers, Daniel und Sinan, wurden als erstes die Kardanwelle mit dem Kardan, Scheibenbremsen und die neuen hinteren Halbwellen eingebaut. Bei diesen kritischen Teilen gehe ich kein Risiko ein und beanspruche gerne die Hilfe von Profis. Darauf folgten die unteren Abdeckbleche der Kardanwelle und weitere, meharispezifische Teile zum Schutz des Antriebs.

Schliesslich sollte das Chassis vernünftig geschützt werden. Ich trug dazu erst einen vernünftigen Primer oder Brunox auf und überstrich danach zweimal mit einem schwarzen Acryllack seidenmatt aus dem Profishop. Mein Werkzeug dazu waren die Rolle und der Pinsel. Von der Ästhetik her absolut ausreichend, ist doch der verzinkte Untergrund eher, sagen wir mal gebirgig. Und die eindrucksvollen Schweissnähte etc. der originalen Citroënteile dürften hier auch jedermann bekannt sein.

Und schliesslich präsentierte sich das Chassis bereit zur ersten, nennen wirs Verlobung mit dem neuen Häuschen. Von diesem Häuschen mehr in einer weiteren Episode!

Noch aber ists ein langer Weg bis zur definitiven Heirat. Erstmal gings nun mit dem Chassis und dem Häuschen zu Rahel in die Carosserie A6 Center in Muri.

Hier bleiben die Teile nun für eine ganze Weile, bis zum November 21 genau gesagt. Es soll das Häuschen an das Mehari-Chassis angepasst werden. Und der restliche Rost saniert. Und etliche Goodies eingebaut. Und die Sicherheitsgurten. Und gespritzt. Und, und, und ……..